Pro und Contra Ethanolkamin

Wer träumt nicht von einem gemütlichen Kaminfeuer im Wohnzimmer? Dieser Traum kann sich auch erfüllen, wenn Sie keinen Kaminabzug in der Wohnung haben. Hier ist ein dekorativer Kamin die Lösung. Neben den Elektrokaminen bieten sich dafür auch Ethanolkamine an, die Sie nicht nur als Standkamin erhalten, sondern auch als Wandkamin oder Tischkamin. Bedenken Sie dabei, dass ein Ethanolkamin mit echten Flammen funktioniert. Um dabei Ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten, beraten wir Sie im Umgang mit der Feuerstelle und beantworten Ihnen die brennendsten Fragen. Lesen Sie zu allererst über die  PRO´s  und  CONTRA´s eines Ethanolkamins.

Inhaltsverzeichnis

  1. PRO´s  und  CONTRA´s   von Ethanolkaminen
  2. Entstehen bei der Verbrennung von Ethanol gefährliche Rückstände?
  3. Wo kann ich einen Ethanolkamin sicher aufstellen?
  4. Wie befülle ich den Ethanolkamin?
  5. Was ist die maximale, sichere Füllmenge an Ethanol im Kamin?
  6. Wie gehe ich sicher mit dem Ethanol um?
  7. Wie zünde ich einen Ethanolkamin sicher an?
  8. Kann ich mit einem Ethanolkamin heizen?
  9. Darauf sollten Sie für Ihre eigene Sicherheit beim Kauf eines Ethanolkamins achten
  10. Was bedeutet die Zertifizierung DIN 4734-1?
  11. Diese Merkmale sprechen für die Sicherheit unserer Ethanolkamine
  12. Ethanolkamine mit diesen Merkmalen sollten Sie unbedingt meiden
  13. FEUROL®: hochwertiges Ethanol für mehr Sicherheit
  14. Wie lösche ich Ethanol?
  15. Haben Sie weitere Fragen zur Sicherheit von Ethanol und Ethanolkaminen?
  16. Was ist Bioethanol?

 

Sehr geehrter Kunde,

wir möchten Sie gerne ehrlich beraten, wie es sich mit einem Ethanolkamin wirklich verhält und nehmen deshalb Abstand von der einseitigen Werbung für Ethanolkamine im Internet.

Bei uns erfahren Sie die ganze Wahrheit!

Deshalb haben wir die Vor- und Nachteile des Brennstoffs Ethanol bzw. eines Ethanolkamins

in   PRO´s  und CONTRA´s   gegenübergestellt:

PRO´s:

Wenn Sie den Kamin nicht als einzige Heizquelle nutzen wollen und bereit sind, etwas mehr Geld für einen sicheren Kamin auszugeben, werden wir Ihnen jetzt ein paar Vorteile zeigen:

  1. Es wird kein Schornstein benötigt, deswegen haben Sie sehr viel Freiheit beim Stellen des Kamins. Ein Ethanolkamin braucht keinen Rauchabzug, da beim Verbrennen von Bioethanol kein Ruß und kein Rauch entsteht und ist damit mobil. Ein grosser Vorteil, dass Sie dadurch nicht an einen bestimmten Ort gebunden sind und den Kamin auch mitten im Raum aufstellen können – zumindest Standkamine. Aber auch für wandhängende Ethanolkamine benötigen Sie nicht mehr als eine freie Fläche an Ihrer Wand ganz einfach. Ein mobiler Kamin hat noch mehr Vorteile: Sie können Ihr Zimmer einfach umdekorieren und umstellen, ohne dabei Rücksicht auf den Kamin nehmen zu müssen. Einfach woanders hinstellen oder anbringen, ggf. die alten Löcher in der Wand zuspachteln, fertig. Bei einem Umzug in eine neue Wohnung oder in ein neues Haus nehmen Sie den Kamin einfach mit.
  2. es entsteht auch keine Asche als organischer Rest des Feuers, der sich gerne auch in Ihrem Wohnzimmer verteilt. Auch beim Verbrennen entsteht kein Ruß, der sich an Ihrer Wand oder an Ihrer Decke niederlässt. Nur im Kamin selbst entsteht eventuell etwas Ruß – und zwar an den Stellen, wo die Flamme in Berührung mit dem Gehäuse, dem Brenner oder Dekoholz kommt.
  3. Es wird keine Genehmigung vom Schornsteinfeger benötigt.
  4. Während Sie für einen herkömmlichen Kamin Holz kaufen müssen, nach Hause transportieren, ausladen und auch irgendwo lagern müssen – bei einem Ethanolkamin ist das nicht notwendig. Sie können das benötigte Bioethanol im Baumarkt in Literflaschen kaufen, oder ohne jeglichen Aufwand online bestellen (zum Beispiel bei uns). Um den Kamin zu benutzen, lesen Sie die Bedienungsanleitung, schütten das flüssige Ethanol mittels Messbecher und Trichter in den Brenner, beachten dabei die maximale Füllmenge, und entzünden es nach Anleitung. Innerhalb ca. 15 Minuten entwickelt sich das Flammenspiel.

CONTRA´s:

  1. die Wärme welche Ethanolkamine entwickeln beträgt im Schnitt 3,5 Kw pro Stunde und ist hinderlich, wenn Sie eine Wohnung beziehen, welche ab 2002 nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 gefertigt wurde.  Diese Häuser verbrauchen schon 30 Prozent weniger Primärenergie als ältere Häuser. Ab 2004 wurden dann schon Häuser gebaut, welche nach KFW 40 gefördert wurden und dementsprechend 60 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen. Wenn Sie dann noch die Wärme eines Ethanolkamins hinzufügen, wird die Wohnung schnell überhitzt und es bleibt Ihnen nichts anderes übrig als die teuer erkaufte Zusatzwärme wieder durchs Fenster nach Außen zu belassen. Sie werden deshalb den Betrieb eines Ethanolkamins  in der Praxis sehr einschränken, weil es Ihnen eben zu warm wird. Empfehlung: Elektrokamine können Sie mit und ohne Wärme betreiben. Beim elektrisch betriebenen Kamin können Sie die Schönheit des Feuers und der Feuerholzglut (welche beim Ethanolkamin ohnehin fehlt) jeden Tag genießen, auch im Hochsommer.
  2. Verschlechterung Ihrer Raumluft. Hierbei stützen wir uns auf ein Gutachten des Fraunhofer Institus, welches uns erst seit 2017 bekannt ist und seither unsere Kunden darauf hinweisen. Einen LINK zum Gutachten fügen wir im Anschluss ein. Das Wesentliche lesen Sie hier in Kürze: Neben starker Geruchsentwicklung entstehen beim Verbrennen von Bioethanol lt. Gutachten des Fraunhofer Institus neben CO² auch giftige Verbrennungsgase wie das Atemgift Kohlenmonoxid, organische Verbindungen wie die krebserregende Substanz Benzol, aber auch die Reizgase Stickstoffdioxid und Formaldehyd sowie ultrafeine Verbrennungspartikel. In den meisten Fällen konnten die Wissenschaftler hohe Schadstoffkonzentrationen messen, Richtwerte wurden häufig überschritten. Beispielsweise überstiegen alle Geräte den Innenluftrichtwert von 0,35 mg/m³ für Stickstoffdioxid, in einem Fall mit 2,7 mg/m³ sogar erheblich. Bei Formaldehyd wurde der Richtwert von 0,1 ppm (parts per million) ebenfalls nicht eingehalten. Bei 0,45 ppm lag hier der höchste gemessene Wert. Ein Ofen erzielte beim freigesetzten CO² eine Spitzenkonzentration von circa 6000 ppm – und lag damit deutlich über dem hygienisch unbedenklichen Wert von 1000 ppm.

Dabei haben die Forscher die deutsche Sicherheitsnorm DIN 4734-1 berücksichtigt (welche wir seit Einführung 01/2011 vollständig erfüllen), die technische Mindeststandards für Ethanolkamine definiert. Der Raum sollte aus diesen Gründen also ständig gelüftet werden. Die gewonnene Wärme gelangt dementsprechend sofort wieder nach Außen.

Dies bedeutet: Je mehr Ethanol in einer bestimmten Zeit verbrennt, desto mehr Schadstoffe werden freigesetzt. Ebenfalls abgegeben wurden ultrafeine Verbrennungspartikel, deren Durchmesser 10.000-mal kleiner ist als die Dicke eines menschlichen Haares und die tief in die Lunge eindringen können. »Deko-Öfen mit Ethanolfeuerung« sind eine Quelle für gesundheitsgefährdende Verunreinigungen der Innenraumluft. Hier das Resümee aus der Untersuchung: »Um eine gesundheitlich unbedenkliche Luftqualität zu gewährleisten, raten wir dazu, auf den Einsatz dieser Geräte im Innenraum von Wohnungen zu verzichten. Sie sollten nur in großen und sehr gut gelüfteten Räumen betrieben werden«, so das Fraunhofer Institut.

Dies ist jedoch nur eine Meinung des Prüfinstituts. Der Verkauf dieser Produkte ist nicht verboten. Im Gegenteil, es gibt viele unseriöse Aussagen von Händlern, welche den Ethanolkamin bestens bewerben. Wir fühlen uns jedoch der Wahrheit verpflichtet, weshalb wir Sie dementsprechend aufklären. Ob sich der Kunde dann immer noch für einen Ethanolkamin entscheidet ist zu respektieren. Für uns die gesündere und auch optisch schönere Alternative mit viel mehr Möglichkeiten sind jedoch Elektrokamine mit Wasserdampftechnik.

Hier der LINK zum kompletten Gutachten des Fraunhofer Institus (ab Seite 5) :   https://www.fraunhofer.de/content/dam/zv/de/presse-medien/2014/September/Forschung-Kompakt/fk09_2014_SEPTEMBER.pdf   zu diesem Auszug kommen Sie auch direkt über diesen LINK: http://www.kamin-design.com/Gutachten-Ethanolkamine-Fraunhofer-Institut.pdf   –  bitte lesen Sie hier ab Seite 5

  1. Viele Unfälle im Umgang mit einem Ethanolkamin. Wenn Sie in Google den Begriff „Ethanolkamin“ und „Unfälle“ eingeben, dann werden Sie von Schreckensmeldungen geflutet. Als Beispiel nennen wir Ihnen hier 2 LINKS zu Unfallberichten: http://www.feuerwehr.de/einsatz/berichte/einsatz.php?n=49492

https://www.nachrichten.at/nachrichten/chronik/ethanolkamin-und-christbaum-wohnung-ausgebrannt;art58,3097066  

Falls die oben erwähnten Unfallberichte nicht mehr „online“ zur Verfügung stehen, dann suchen Sie einfach auf „Google“ die Begriffe „Ethanolkamin und Unfall“

Hier noch ein Info vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: https://www.vis.bayern.de/produktsicherheit/produktgruppen/einrichtung/ethanolkamine.htm

und hier ein Dossier von AGU „Ärzte für eine gesunde Umwelt“:        http://www.innenraumanalytik.at/pdfs/dossier_ethanoloefen.pdf

So ziemlich alle Hersteller werben mit dem Sicherheitsversprechen, dass ihre Produkte sicher sind und nach DIN4734-1 gefertigt wurden. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass dies oft nur Lippenbekenntnisse sind. Die Zusendung eines „vollständigen TÜV-Berichts mit positivem Ergebnis“ wird Ihnen aus fadenscheinigen Gründen, mit Hinweis auf Betriebsgeheimnisse oftmals versagt.

Übrigens: wir fertigen auch nach dieser Sicherheits-Norm, unsere Kamine sind jedoch seit langem vom TÜV-Süd München positiv geprüft worden. 1 von 5 TÜV-Berichten zum Download:  http://www.kamin-design.com/TUEV-Concept4-DIN4734-1-komplett-m.pdf

  1. Gesundheitliche Nebenwirkungen: In weiteren Studien wurden Ethanolöfen auch in Anwesenheit von Personen getestet. Damit entspricht die Untersuchung dem Anspruch der Mikrobiologen, dass Realbedingungen unbedingt berücksichtigt werden müssen. So lässt die Anwesenheit von mehreren Menschen in den Räumen die CO² -Konzentration zusätzlich ansteigen. Experten führen das Unwohlsein und körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Augenbrennen, Halskratzen nicht weniger Nutzer auf diesen erhöhten CO2-Anstieg zurück. Um dem entgegenzuwirken, wird das Stoßlüften und das Öffnen von Türen empfohlen.

Zum Schluss: bewerten Sie die Punkte und entscheiden Sie selbst

Wir hoffen, dass wir Ihnen bei Ihrer Entscheidung zwischen einem Ethanol Kamin oder Elektrokamin helfen konnten und Sie herausgefunden haben, was genau Ihr Wunsch und Ihre Anforderung an einen Kamin ist. Sie kennen nun die Vorteile und Nachteile eines Ethanol Kamins. Wenn Sie Zeit, Geld und Aufwand für einen Kaminofen mit Rauchabzug vermeiden wollen, oder gar nicht die Möglichkeit eines Schornsteinzugangs für einen Kamin haben: dann raten wir Ihnen mit gutem Gewissen zum Elektrokamin.

Mit dem folgenden LINK sehen Sie im Vergleich rechts das Feuer eines Ethanolkamins und links das Feuer und den Rauch eines Elektrokamins: https://youtu.be/aECAVyn8oSc

Was ist Bioethanol?

Bioethanol wird aus Getreide, Kartoffeln oder Zuckerrohr gewonnen und zählt zu den Alkoholen. Flüssiges Ethanol besteht zu etwa 99 Prozent aus diesen pflanzlich erzeugten Alkoholen. Der Brennstoff ist farblos und klar. Im Umgang mit Ethanol steht Sicherheit an erster Stelle, denn die Flüssigkeit ist hochentzündlich. Schon bei Temperaturen um 21 Grad Celsius kann offen stehendes Ethanol mit der Luft ein entzündliches und explosionsfähiges Gemisch bilden. Gehen Sie daher extrem vorsichtig mit dem Brennstoff um!

Entstehen bei der Verbrennung von Ethanol gefährliche Rückstände?

Ethanol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Alkohole. In der Industrie wird es nicht nur als Lösungsmittel verwendet, sondern auch als Brennstoff. Leider entstehen auch Rückstände. Hierbei stützen wir uns auf ein Gutachten des Fraunhofer Institus. Neben starker Geruchsentwicklung entstehen beim Verbrennen von Bioethanol lt. Gutachten des Fraunhofer Institus neben CO² auch giftige Verbrennungsgase wie das Atemgift Kohlenmonoxid, organische Verbindungen wie die krebserregende Substanz Benzol, aber auch die Reizgase Stickstoffdioxid und Formaldehyd sowie ultrafeine Verbrennungspartikel. In den meisten Fällen konnten die Wissenschaftler hohe Schadstoffkonzentrationen messen, Richtwerte wurden häufig überschritten. Beispielsweise überstiegen alle Geräte den Innenluftrichtwert von 0,35 mg/m³ für Stickstoffdioxid, in einem Fall mit 2,7 mg/m³ sogar erheblich. Bei Formaldehyd wurde der Richtwert von 0,1 ppm (parts per million) ebenfalls nicht eingehalten. Bei 0,45 ppm lag hier der höchste gemessene Wert. Ein Ofen erzielte beim freigesetzten CO² eine Spitzenkonzentration von circa 6000 ppm – und lag damit deutlich über dem hygienisch unbedenklichen Wert von 1000 ppm.

Dabei haben die Forscher die deutsche Sicherheitsnorm DIN 4734-1 berücksichtigt (welche wir seit Einführung 01/2011 vollständig erfüllen), die technische Mindeststandards für Ethanolkamine definiert. Der Raum sollte aus diesen Gründen also ständig gelüftet werden. Die gewonnene Wärme gelangt dementsprechend sofort wieder nach Außen.

Dies bedeutet: Je mehr Ethanol in einer bestimmten Zeit verbrennt, desto mehr Schadstoffe werden freigesetzt. Ebenfalls abgegeben wurden ultrafeine Verbrennungspartikel, deren Durchmesser 10.000-mal kleiner ist als die Dicke eines menschlichen Haares und die tief in die Lunge eindringen können. »Deko-Öfen mit Ethanolfeuerung« sind eine Quelle für gesundheitsgefährdende Verunreinigungen der Innenraumluft. Hier das Resümee aus der Untersuchung: »Um eine gesundheitlich unbedenkliche Luftqualität zu gewährleisten, raten wir dazu, auf den Einsatz dieser Geräte im Innenraum von Wohnungen zu verzichten. Sie sollten nur in großen und sehr gut gelüfteten Räumen betrieben werden«, so das Fraunhofer Institut.

 

Wo kann ich einen Ethanolkamin sicher aufstellen?

Im Ethanolkamin brennt ein echtes Feuer. Auch wenn dabei keine gefährlichen Rückstände entstehen, ist im Umgang Vorsicht geboten. Das Feuer im Ethanolkamin entzieht der Luft auf Dauer den Sauerstoff und entwickelt starke Hitze. Daher gilt es bei der Aufstellung des Kamins einige Punkte zu beachten:

  • Platzieren Sie den Ethanolkamin nur in großen, gut belüfteten Räumen.
  • Achten Sie auf eine stabile, sichere Stellfläche.
  • Halten Sie einen Sicherheitsabstand zu Gardinen und Wänden ein.
  • Behalten Sie den Kamin im Betrieb im Auge.
  • Verlassen Sie nicht die Wohnung, solange der Kamin in Betrieb ist.

Lesen Sie die Betriebsanleitung Ihres Kamins sorgfältig durch, bevor Sie ihn aufstellen. Hier finden sich wichtige Hinweise, die Ihre Sicherheit mit dem Ethanolkamin erhöhen. Lassen Sie sich zudem vor dem Kauf umfassend von Ihrem Fachhändler beraten, der sich mit Aufbau und Umgang des Kamins auskennt.

Wie befülle ich den Ethanolkamin?

Seien Sie beim Befüllen des Kamins besonders vorsichtig – zu Ihrer eigenen Sicherheit. Ethanol ist hochentzündlich. Füllen Sie den Brennstoff daher niemals nach, solange der Kamin noch brennt, es besteht die Gefahr einer Verpuffung. Nur in ausgeschaltete Kamine, die höchstens noch handwarm sind, darf Ethanol nachgegeben werden. Nutzen Sie dazu eine Einfüllhilfe, wie einen Ausgießhahn, der auf den Ethanolbehälter aufgesetzt wird, einen Messbecher und einen Trichter der geeignet ist, den Bioalkohol in die Brennkammer / Burner zu gießen. Füllen Sie das Ethanol ruhig und konzentriert in die Brennkammer ein und halten Sie unbedingt die vorgeschriebene, maximale Tankmenge ein.

Was ist die maximale, sichere Füllmenge an Ethanol im Kamin?

Um die Sicherheit zu erhöhen, sollten Sie nur Brennbehälter / Burner mit einem maximalen Tankvolumen von 1,5 Litern verwenden, wie unser vom TÜV-Süd München geprüftes Powerflame-System. Dieses System entspricht auch der deutschen Sicherheitsnorm DIN4734-1. Bei den kleineren Tischkaminen reduziert sich die Menge des Tankvolumens auf 0,5 Liter. Ein Tankvolumen von mehr als 3 Litern ist verboten lt. DIN 4734-1. Das wichtigste ist  immer, dass der Kamin der o. g. Sicherheitsnorm entspricht und entsprechend vom TÜV geprüft wurde.

Wie gehe ich sicher mit dem Ethanol um?

Ethanol ist extrem brennbar und sollte nicht länger als nötig der Luft ausgesetzt sein. Verschließen Sie daher nach dem Befüllen sofort wieder den Behälter mit dem Brennstoff. Lagern Sie das Ethanol kühl und verschlossen an einem sicheren Ort. Bewahren Sie es nicht in der Nähe des Kamins oder anderer Wärmequellen auf. Die Behälter sollten außer der Reichweite von Kindern und Tieren stehen. Läuft beim Befüllen des Kamins etwas Ethanol daneben, nehmen Sie die Flüssigkeit sofort mit einem trockenen Tuch auf und entsorgen Sie dieses außerhalb des Hauses.

Wie zünde ich einen Ethanolkamin sicher an?

Bei der Entzündung des Kamins ist es für Ihre Sicherheit wichtig, zum Ethanol ausreichend Abstand zu halten. Nutzen Sie daher ein Stabfeuerzeug oder noch besser unseren langen Anzündhaken, um den Kamin in Betrieb zu nehmen. Mit unserem Anzündhaken ist es auch möglich, den Schließmechanismus unsere Powerflame-Systems zu bedienen. Halten Sie die Flamme ruhig einige Zentimeter über den Brennstoff und warten Sie, bis sich dieser entzündet. Bereits nach wenigen Minuten erhitzt sich der Kamin auf seine Betriebstemperatur und es entwickelt sich ein munteres Flammenspiel.

Kann ich mit einem Ethanolkamin heizen?

Ein Ethanolkamin ist nicht als Heizung geeignet. Der Kamin stellt eher eine Dekoration dar, der Ihrem Heim Gemütlichkeit verleihen soll.

Darauf sollten Sie für Ihre eigene Sicherheit beim Kauf eines Ethanolkamins achten

Achten Sie schon beim Kauf auf die Sicherheit Ihres Ethanolkamins. Auch wenn sich im Internethandel häufig billige Angebote für die Kamine finden, ist die Beratung durch einen Fachhändler absolut notwendig. Denn hinter den günstigen Angeboten verstecken sich häufig Produkte mit zahlreichen Sicherheitsmängeln. Klären Sie vor dem Kauf unbedingt drei Fragen:

  • Ist der Kamin von einem unabhängigen Sicherheitsinstitut geprüft worden?
  • Ist der Prüfbericht vorhanden?
  • Entspricht der Kamin der Zertifizierung DIN 4734-1?

Die wichtigste Antwort schon vorab: Unsere Ethanolkamine sind sicher und nach DIN 4734-1 vom TÜV-Süd erfolgreich geprüft. Zudem entsprechen sie unseren eigenen, ausgefeilten Sicherheitsvorkehrungen und Qualitätsstandards. Diese garantieren Ihnen einen sicheren und problemlosen Betrieb des Ethanolkamins. Wenn Sie zur Beratung zu uns kommen, führen wir Ihnen gleich die Bedienung des Kamins vor.

Was bedeutet die Zertifizierung DIN 4734-1?

Besitzt der Ethanolkamin die Zertifizierung DIN 4734-1, können Sie sich darauf verlassen, dass er durch ein unabhängiges Institut auf die wichtigsten Sicherheitskriterien geprüft wurde. Der Kamin erfüllt damit die wichtigsten Vorgaben der gesetzlichen Norm. Die Zertifizierung definiert unter anderem:

  • Anforderungen an die Standsicherheit, den Auslaufschutz, den Brennstoffbehälter und die Zündvorrichtung
  • die maximale Brennstoffdurchsatzmenge, die Verbrennungsgüte und weitere Vorgaben zur Brandsicherheit
  • Anforderungen an Anleitungen zur Installation, zum Betrieb und zur Wartung

Auch die Qualität bei der Produktion der Ethanolkamine wird durch die Zertifizierung sichergestellt.

Diese Merkmale sprechen für die Sicherheit unserer Ethanolkamine

Unsere Kamine entsprechen den Vorschriften der DIN4734-1. Das heißt aber nicht, dass wir Ethanolkamine empfehlen. Nein, wir empfehlen sichere schadstoffreie Elektrokamine, ohne Unfallgefahr und ohne Geruchsbildung. Sollten Sie sich dennoch für einen Ethanolkamin entscheiden, dann können Sie sich sicher sein, dass unsere eigene Expertise und langjährige Erfahrung in die Sicherheit unserer Ethanolkamine mit einfließt. Deswegen weisen unsere Produkte auch zahlreiche Sicherheitsmerkmale auf:

  • ein umlaufendes, feuerfestes Dichtband (bis 1200° C) unter der Randauflage der Sicherheitswanne
  • ein geneigter Boden in der Sicherheitswanne für einen schnelleren, finalen Ausbrand des Ethanols zum Ende des Betriebs
  • Abstandhalter zwischen dem Boden der Sicherheitswanne und dem Brenner
  • zusätzliche Metallverkleidungen als Feuerschutz oben und seitlich im Kamin
  • Füllstandszeiger (Zapfen), der mit einer mitgelieferten Taschenlampe eingesehen und kontrolliert werden kann
  • mit maschineller Lasertechnik eingravierte Firmenanschrift und Warnsymbole
  • Überlaufschutz bei einer Schräglage von 10° und bei 1,50 Litern (Überlaufgrenze bei 2,2 Litern)
  • unter dem Sockel angeschraubte, rutschhemmende Möbelgleiter in Nadelfilz
  • hochwertige PUR-Lacke (DD-Lacke) von deutschen Lackherstellern, mit zugesetzten, lichtechten Photorezeptoren gegen Vergilbungen und Verfärbungen
  • integrierte, kaschierte Promalight-Wärmedämmplatten (bis 1200° C) mit Aluminiumfolie
  • ESG-8-Sicherheitsglas der vertikal eingebauten Gläser mit polierten Kanten
  • verständliche Bedienungsanleitung mit einer Bilderfolge für den Anzündvorgang
  • GF-Flechtband (3 x 40 mm, bis 1200° C feuerfest) zur thermischen Trennung um den Feuerraum zwischen Metallteilen und Holzmaterialien
  • Einlegblech (IN-1-Gehäuse ) mit 4-seitigen Aufkantungen als zusätzliche, äußere Sicherheitswanne zum Auffangen von ungewollt verschüttetem Brennstoff

Bei einigen unserer Ethanolkamine setzen wir zwei Brenner nebeneinander ein, die auch einzeln benutzt werden können. Entzünden Sie die Brenner gemeinsam, erhalten Sie ein schönes, breiteres Flammenbild. Auch mit beiden Brennern im Betrieb wird der Verbrauch nach DIN 4734-1 von maximal 0,49 Litern pro Stunde eingehalten.

Ethanolkamine mit diesen Merkmalen sollten Sie unbedingt meiden

Die Zertifizierung DIN 4734-1 trat 2011 in Kraft. Sie wurde nötig, da auf dem Markt viele problembehaftete, unfallträchtige Produkte zu finden sind, sowohl aus dem Billigsektor als auch sehr teure Produkte aus dem In- und Ausland. Viele dieser Produkte werden weiterhin angeboten, obwohl sie die wichtige TÜV-Prüfung nach DIN 4734-1 nicht bestehen können und deshalb eine Gefahr darstellen. Meiden Sie daher zu Ihrer Sicherheit Ethanolkamine, die folgende Merkmale aufweisen:

  • vom Produzenten eigenhändig geschriebene Norm
  • Billigbrennstoffe (im Bereich 0,97 € bis 2,00 € pro Liter)
  • Brenner mit mehr als 3 Litern Rauminhalt
  • Brenner ohne Verschlusstechnik
  • Brenner mit Füllstoffen oder sonstigen Einbauten (wie Keramikschwämmen, angeblich nicht brennbaren Stoffen, Fließstoffen oder integrierten Lochblech-Abschottungen mit Stahlwolle)

Billigbrennstoffe riechen häufig nicht nur äußerst unangenehm, sondern von ihnen kann auch eine hohe Verpuffungsgefahr ausgehen. Auch Füllstoffe und andere Einbauten gefährden die Sicherheit des Ethanolkamins. Durch die Stoffe bilden sich Glutnester, welche die Schadstoffwerte erhöhen. Schützen Sie sich vor der Gefährdung durch unzureichende Produkte, indem Sie einen Kamin nach der Norm DIN 4734-1 auswählen, die durch den Prüfbericht gewährleistet wird. Kann ein Hersteller den Prüfbericht nicht vorlegen, ist das Produkt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sicher. Eine umfassende Beratung erhalten Sie ebenfalls nur beim Fachhändler.

FEUROL®: hochwertiges Ethanol für mehr Sicherheit

Für noch mehr Sicherheit mit dem Ethanolkamin sorgt der Brennstoff aus unserem Angebot. Bei dem FEUROL®-Ethanol handelt es sich um ein ausgezeichnetes, deutsches Qualitätsprodukt, das bisher bei allen TÜV-Prüfungen erfolgreich eingesetzt werden könnte. FEUROL® ist beim Entzünden ungefährlich und entwickelt im Betrieb eine besonders schöne Flammenfarbe.

Wie lösche ich Ethanol?

Die Kamine mancher Hersteller sind nicht einfach abstellbar, hier müssen Sie warten, bis das Ethanol komplett verbrannt ist. Die Flammen in unseren Ethanolkaminen können Sie hingegen von einem Moment auf den anderen löschen, indem die Luftzufuhr unterbrochen wird. Im Betrieb kann die Flamme ebenfalls reguliert werden, damit das Feuer auch bei Zugluft mittig steht. Weitere wichtige Hinweise zum sicheren Löschen von Ethanol gibt Ihnen die Betriebsanleitung.

Haben Sie weitere Fragen zur Sicherheit von Ethanol und Ethanolkaminen?

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite. In unserer Kaminausstellung in Ingolstadt führen wir Ihnen einige unserer Ethanolkamine vor und vermitteln Ihnen Sicherheit in der Bedienung. Auch online oder am Telefon beantworten wir Ihnen alle Fragen umfassend. Kommen Sie zu dem Schluss, dass Ihnen der Umgang mit Ethanolkaminen zu heikel ist, stellen wir Ihnen gern mit unseren modernen und klassischen Elektrokaminen eine sicherere Alternative vor.

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